Rechtliche Dinge, die Sie wissen möchten und sollten

Testament

Falls mit Ihrem Erbe bestimmte Anweisungen und Wünsche verbunden sind, ist es nötig, ein Testament zu verfassen. In einem Sterbefall legt es die Verteilung des Erbes fest. Bei größeren Vermögen oder der Weitergabe von Unternehmen ist es sinnvoll, einen Notar oder einen juristischen Experten zurate zu ziehen. Diese können Ihnen über die aktuelle Gesetzeslage Auskunft geben.

Das Verfassen eines Testaments schafft Klarheit für die Erben und Nachfolger und ist daher meistens sehr sinnvoll. In einem Trauerfall ist es erleichternd, nicht noch zusätzlich mit materiellen Angelegenheiten konfrontiert zu werden.

Das Testament muss von Hand geschrieben und mit Ortsangabe, Datum und vollem Namen unterschrieben werden.

Ungeachtet Ihrer testamentarischen Verfügung sieht das Erbrecht einen Pflichtteil für die gesetzlichen Erben vor, der die Hälfte der regulären Ansprüche beträgt.

Weitere Informationen finden Sie unter :
Erben und Vererben (1,5 MB)

Verfügungen

Niemand kann vorhersehen, wie lange er gesund bleibt oder ob ihm etwas zustößt. Jedoch können Sie bereits heute selbst darüber entscheiden, wie Sie in einem schweren Krankheitsfall medizinisch versorgt werden wollen.

Ihre Entscheidungsmöglichkeiten betreffen die lebenserhaltenden Maßnahmen, in die Sie automatisch mit einbezogen werden. In der Patientenverfügung können Sie festhalten, ob oder wie lange Sie dies wünschen bzw. wann eine lebensverlängernde Maßnahme für Sie nicht mehr in Frage kommt.
Dies müssen Sie schriftlich festhalten, ein formloses Schreiben, mit Ihrer Unterschrift und Datum genügt jedoch.

Weitere Informationen finden Sie unter :
Patientenverfügung (335,4 KB)
Vorsorgevollmacht (124,3 KB)
Betreuungsverfügung (46,8 KB)

Erbrecht

Im bürgerlichen Recht ist eine gesetzliche Erbfolge festgelegt. Diese setzt ein, wenn kein rechtsgültiges Testament verfasst wurde. Die gesetzliche Erbfolge bestimmt die Erben aus den nächsten Verwandten des Verstorbenen.

Hierbei sind

Stiefkinder und Pflegekinder gehören nicht zu den gesetzlichen Erben, nichteheliche sind ehelichen Kindern gleichgestellt.
Angehörige, die den Verstorbenen gepflegt haben, werden nach der Erbrechtsreform aus dem Jahr 2010 höher am Erbe beteiligt.

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Erben und Vererben (1,5 MB)